Ich wünsche Euch allen einen guten Start ins Jahr 2011, möge Euch das neue Jahr ein wundervolles Stück Leben bescheren. Mein neues Jahr wird ein Jahr voller Veränderungen werden, Gewünschtes und Ungewünschtes werden mir neue Wege aufzeigen, die ich finden und gehen werde, auch um mich wieder zu finden und um Neues zu entdecken.
Am Ende eines Jahres
voller schwankender Brücken und Wege
sammel ich deren verwertbare Reste,
um mit ihnen und den vielen neuen Bauteilen
meine Wege und Brücken neu zu erbauen,
wieder hin zu mir,
und Ihr werdet es begrüßen,
wenn ich Euch neu begrüße.
Gedichte, Gedanken, Betrachtungen und Meinungen über das Leben und die Liebe, für Menschen, die ihre Wünsche vom Geburtstagskuchenkerzenausblasen noch im Herzen tragen.
Mittwoch, 29. Dezember 2010
Montag, 20. Dezember 2010
Eiskalt
Das glitzernde Eis in der Wintersonne
funkelt mich strahlend an,
und ich denke an dich,
an dein eiskaltes Lächeln.
Tonlos
Die Sprache der Liebe
wird tonlos,
die lieblichen Worte
nun lieblos,
weil mein fester Glaube
an die Liebe in den
Grundfesten bricht,
und nur der Verstand,
und nicht das Herz,
nun spricht.
Montag, 6. Dezember 2010
Gefangen
Schwer wie nasser Schnee
liegt dein Schweigen,
vorbei nun der Reigen.
Das Schweigen wird bleiben,
mit stählernen Reifen
mein Herz umschließen.
Darin tobt die Liebe für dich,
gefangen im Herzen
für alle Zeit.
Das Gesicht trägt die Schmerzen,
die Seele verbrennt die Hoffnung,
nur die Liebe bleibt
quälend zurück.
liegt dein Schweigen,
vorbei nun der Reigen.
Das Schweigen wird bleiben,
mit stählernen Reifen
mein Herz umschließen.
Darin tobt die Liebe für dich,
gefangen im Herzen
für alle Zeit.
Das Gesicht trägt die Schmerzen,
die Seele verbrennt die Hoffnung,
nur die Liebe bleibt
quälend zurück.
Donnerstag, 25. November 2010
Abriss
Ich habe unser Haus zum Abriss
bestimmt und ausgeräumt.
Noch hallen Worte durch leere Räume,
zeitlich versetzt, wirr durcheinander,
fügen sie sich zu Gesprächen zusammen,
denen ich stumm zuhöre.
Die leeren Räume lassen mich frieren
und kalter Winter umgibt mich.
Fremde und Freunde schauen vorbei
und ziehen frierend weiter,
weil nichts mehr wärmt,
während wir im beißenden Rauch
des ausgepissten Feuers stehen.
Freitag, 19. November 2010
Symbiose
Rosarote Brillen,
alles bunt um uns,
Unentdecktes sehen,
und Unerhörtes hören
und Ungestümes fühlen,
mehr lebend,
blind vor Liebe,
wir,
blind,
ohne dich,
bin ich.
Lösch das Licht
Durch dich lerne ich,
dass nicht nur
ein leiser Lufthauch
ein Licht löschen kann,
sondern dein Schweigen
auch das Licht meiner Augen.
Mittwoch, 17. November 2010
Out of the Rolling Ocean the Crowd, by Walt Whitman (1819-1892)
Out of the rolling ocean the crowd came a drop gently to me,
whispering I love you, before long I die,
I have travel'd a long way merely to look on you to touch you,
for I could not die till I once look'd on you,
for I fear'd I might afterward lose you.
Now we have met, we have look'd, we are safe,
return in peace to the ocean my love,
I too am part of that ocean my love, we are not so much separated,
behold the great rondure, the cohesion of all, how perfect!
but as for me, for you, the irresistible sea is to separate us,
as for an hour carrying us diverse, yet cannot carry us diverse forever;
be not impatient--a little space--know you I salute the air, the
ocean and the land,
every day at sundown for your dear sake my love.
return in peace to the ocean my love,
I too am part of that ocean my love, we are not so much separated,
behold the great rondure, the cohesion of all, how perfect!
but as for me, for you, the irresistible sea is to separate us,
as for an hour carrying us diverse, yet cannot carry us diverse forever;
be not impatient--a little space--know you I salute the air, the
ocean and the land,
every day at sundown for your dear sake my love.
Donnerstag, 11. November 2010
Dein Heim
Leise, wie ein säuselnder Wind,
hast du dich hinein geschlichen,
kamst mir schnell auf die Schliche.
Laut, wie der brüllende Sturm,
ist vieles in mir gewichen,
es hat nicht mir geglichen.
Ewig, wie das Rauschen des Meeres,
findest du in mir ein Heim,
durch dich wieder mein.
Begegnung
Als ich dem Menschen begegnete,
mit dem selbst das Schweigen wohl tat,
verstummte ich vor Glück.
Montag, 8. November 2010
Freitag, 5. November 2010
Nach langer Fahrt
Nach langer Fahrt nie angekommen,
das Gleis hinter mir aufgenommen,
um weiter nur zu fahren.
So lang gegen den Strom geschwommen,
vom Gegenwind umfangen,
um zu dir zu gelangen.
In dieser Zeit nun abgetrieben,
vom Strom erdrückt,
vom Wind verrückt,
den Status Quo empfangen.
Nach langer Fahrt nie angekommen,
das liebe Wort ganz fortgenommen,
im Gleis geirrt.
Den Stillstand final angenommen,
die Liebe stumm zerrieben,
nun suche ich im Nirgenwo
endlich mich.
Donnerstag, 28. Oktober 2010
Schmerzvolle Augenblicke
Mit jedem Augenblick,
den du ihm schenkst,
nimmst du meiner Augen Blick.
Mit jedem Wort,
das du ihm sprichst,
nimmst du mir meine Worte.
Mit jeder Berührung,
die du ihm gibst,
nimmst du mir mein Gefühl.
Doch keine Sekunde,
die ich an dich denke,
nimmt mir den Schmerz,
mit dem ich dich jetzt liebe.
den du ihm schenkst,
nimmst du meiner Augen Blick.
Mit jedem Wort,
das du ihm sprichst,
nimmst du mir meine Worte.
Mit jeder Berührung,
die du ihm gibst,
nimmst du mir mein Gefühl.
Doch keine Sekunde,
die ich an dich denke,
nimmt mir den Schmerz,
mit dem ich dich jetzt liebe.
Dienstag, 26. Oktober 2010
Mein Fluss (Songtext, April 2010)
Als Junge zog ich mit der Angel los,
ging Hütten oder Flösse bauen,
und ich fand Tom Sawyer groß,
an meines Flusses Auen.
Wir badeten im trägen Fluss,
sonnten uns auf ner Sandbank,
und kletterten noch am Dalbenfuss,
wenn tief die Sonne stand.
Refrain:
Mein Fluss, mein Land,
ich seh dich langsam sterben,
mein Fluss mein Land,
könnt ich dich nur erwerben,
ich würde dir die Schönheit schenken,
die du einst hast besessen,
und die so viele Menschen hier
wohl einfach schon vergessen.
Kindern möcht ich dich vererben,
könnt ich dich doch nur erwerben,
niemand würde dich verderben,
mein Fluss mein Land,
mein Fluss mein Land.
Verschwunden sind die alten Auen,
deine Ufer sind begradigt,
man konnte dich nicht anvertrauen,
und fast bist du beerdigt.
Dein Bett ist doppelt tief gebaggert,
die Sandbank ist verschwunden.
Man hat dich einfach umgelagert,
schlägt immer neue Wunden.
Wo damals noch dein Bett gewunden,
rast im Kanal dein Wasser,
Strömung tost nun unumwunden
durch Kreuzfahrtschifferwasser.
Die Mündung grau, voll Baggerschlamm
kaum Fisch zieht seine Runden,
geschlachtet wie ein Opferlamm,
missbraucht, zerstört, geschunden.
Am Ufer Gas- und Kohlekraft,
verstaubt die Luft zum Atmen,
am Ende zahlt ihr die Bürgschaft,
mit eurem letztes Amen.
Was glaubt ihr denn ihr Mächtigen,
wer dann hier noch nächtigen?
Und wenn die Gäste ausbleiben,
beginnt für euch das Austreiben!
Refrain:
Mein Fluss, mein Land,
ich seh dich langsam sterben,
mein Fluss mein Land,
könnt ich dich nur erwerben,
ich würde dir die Schönheit schenken,
die du einst hast besessen,
und die so viele Menschen hier
wohl einfach schon vergessen.
Kindern möcht ich dich vererben,
könnt ich dich doch nur erwerben,
niemand würde dich verderben,
mein Fluss mein Land,
mein Fluss mein Land.
Nur Arbeitsplätze und Profit
habt ihr in euren Köpfen,
ihr werdet sehen, was geschieht,
wenn sie euch selbst dann schröpfen,
weil keiner kommt, weil alles geht,
dein Kind entflieht, das Land geschmäht,
wenn ihr dann am Pranger steht,
und nur der graue Wind noch weht.
Montag, 25. Oktober 2010
Unruh
Wie eine Uhr ohne Unruh
steht mein Leben still.
Ich seh dem traurig zu,
den ich so nicht mehr will.
Gespannt ist meine Feder,
ist lang schon hohe Zeit,
still stehen meine Räder,
noch ist der Weg so weit.
Vom Schlage meines Herzens,
getrieben von der Liebe,
gepeitscht von tausend Schmerzen,
gestorben, wenn ich bliebe,
leg ich dir meine Liebe
in deine liebe Hand,
und bind mich uns zuliebe
an deiner Seele Band.
steht mein Leben still.
Ich seh dem traurig zu,
den ich so nicht mehr will.
Gespannt ist meine Feder,
ist lang schon hohe Zeit,
still stehen meine Räder,
noch ist der Weg so weit.
Vom Schlage meines Herzens,
getrieben von der Liebe,
gepeitscht von tausend Schmerzen,
gestorben, wenn ich bliebe,
leg ich dir meine Liebe
in deine liebe Hand,
und bind mich uns zuliebe
an deiner Seele Band.
Dienstag, 19. Oktober 2010
Du in Dur
Gestern schrieb ich dir von mir,
der warme Ofen und die Kerzen
ließen meine Worte kreisen,
sie in mir reisen.
Vom Kopf über das Herz in die Finger
fanden sie die richtigen Noten auf dem Klavier.
Nun sind die Worte an dich
ein neues Lied,
das ich singend in mir trage,
und ich weiß, es wär dir lieb.
Ich bewahre es für dich,
das Du in Dur
in mir.
der warme Ofen und die Kerzen
ließen meine Worte kreisen,
sie in mir reisen.
Vom Kopf über das Herz in die Finger
fanden sie die richtigen Noten auf dem Klavier.
Nun sind die Worte an dich
ein neues Lied,
das ich singend in mir trage,
und ich weiß, es wär dir lieb.
Ich bewahre es für dich,
das Du in Dur
in mir.
Montag, 18. Oktober 2010
Dir, nur Dir
Dir, nur Dir,
möcht ich die Seele schenken,
Du, nur Du,
sollst meine Liebe lenken,
Dein, nur Dein,
wird all mein Wesen sein.
möcht ich die Seele schenken,
Du, nur Du,
sollst meine Liebe lenken,
Dein, nur Dein,
wird all mein Wesen sein.
Dein Sturm
Deine Blicke haben mich aufgewühlt,
so wie der Herbststurm das Meer.
Stürme kommen und gehen,
und zurück bleiben langsam
kleiner werdende Wellen,
und immer auch das glatte, ruhige Meer.
Du bist lang schon fort, doch
dein Sturm tobt in mir weiter,
Wellen schlagen hoch
und zerren an mir,
schlagen meine Dünen kleiner
und nehmen mir den ruhigen
Blick auf mein Leben.
Donnerstag, 14. Oktober 2010
Die Maus über Liebe
Rhabarber Babara
Schiff im Hafen
Die Schiffe in meinem Hafen,
sie fahren ein und aus,
erzählen mir von Fernweh
und Heimat.
Mein alter Stahl, voller Rost,
und lang schon an der Kette,
erzählt vom Liegenbleiben.
sie fahren ein und aus,
erzählen mir von Fernweh
und Heimat.
Mein alter Stahl, voller Rost,
und lang schon an der Kette,
erzählt vom Liegenbleiben.
So fern
Ich wünsch mir immer mehr
dass ich bei mir mehr wär,
solange du so fern bist.
Die Hoffnung stirbt zuletzt,
welch hohle Phrase,
die nun so wahr mich quält.
Liebe ohne Hoffnung,
Kämpfe ohne Kraft,
unsichtbare Gegner
mit bestem Nachschub,
und die alten Fehler
gegen mich gestellt,
alles spricht für Rückzug.
Wenn die Liebe in mir
sich nur zurückziehen würde,
Platz machen würde für ein
echtes Lachen,
ein wahres Wohlfühlen,
und das Glück das Sehnen
ablösen würde,
dann könnte meine Seele
frei sein.
Solange du in so fern bist,
bin ich gefangen
in mir.
dass ich bei mir mehr wär,
solange du so fern bist.
Die Hoffnung stirbt zuletzt,
welch hohle Phrase,
die nun so wahr mich quält.
Liebe ohne Hoffnung,
Kämpfe ohne Kraft,
unsichtbare Gegner
mit bestem Nachschub,
und die alten Fehler
gegen mich gestellt,
alles spricht für Rückzug.
Wenn die Liebe in mir
sich nur zurückziehen würde,
Platz machen würde für ein
echtes Lachen,
ein wahres Wohlfühlen,
und das Glück das Sehnen
ablösen würde,
dann könnte meine Seele
frei sein.
Solange du in so fern bist,
bin ich gefangen
in mir.
Freitag, 8. Oktober 2010
Donnerstag, 7. Oktober 2010
Zwischen deinen Worten
Ich wusste nicht, dass du ihn liebst,
dass du ihm nun dein Herz gibst,
ich glaubte nur an mich und dich,
blind in Erinnerung.
Die Worte des Abschieds sind gesagt,
zwischen deinen Worten traten
sie wahrhaftig hervor,
und unser Wiedersehen wird
ein letzter Abschied vis a vis.
Frida Karlo in der Baca, das würde passen,
so viel Schmerz zu so viel Schmerz.
dass du ihm nun dein Herz gibst,
ich glaubte nur an mich und dich,
blind in Erinnerung.
Die Worte des Abschieds sind gesagt,
zwischen deinen Worten traten
sie wahrhaftig hervor,
und unser Wiedersehen wird
ein letzter Abschied vis a vis.
Frida Karlo in der Baca, das würde passen,
so viel Schmerz zu so viel Schmerz.
Mittwoch, 6. Oktober 2010
Wunschliste
Ich möchte in deine Augen sehen,
in denen ich immer auch mich gesehen habe.
Ich möchte deine Finger berühren,
die immer auch meine Seele berührt haben.
Ich möchte deiner Stimme lauschen,
die immer auch mich zum Schwingen brachte.
Ich möchte deine Haut spüren,
die immer auch mich wonnevoll erbeben ließ.
Ich möchte dir meine Liebe schenken,
die immer nur dir gehört hat.
in denen ich immer auch mich gesehen habe.
Ich möchte deine Finger berühren,
die immer auch meine Seele berührt haben.
Ich möchte deiner Stimme lauschen,
die immer auch mich zum Schwingen brachte.
Ich möchte deine Haut spüren,
die immer auch mich wonnevoll erbeben ließ.
Ich möchte dir meine Liebe schenken,
die immer nur dir gehört hat.
Jeder Tag ohne Dich
Jeder Tag ohne Dich
ist ein verlorener Tag,
denn solange du in mir bist,
ohne bei mir zu sein,
erlebe ich jeden Tag aufs Neue
den eigenen Tod.
Dienstag, 5. Oktober 2010
Mein Herz so voll
Mein Herz so voll
von lauter Liebe,
es schlägt wie toll,
die Liebe erteilt Hiebe.
Mein herz so voll
von dir und mir,
es bleibt im Soll,
du dort, ich hier.
Mein Herz so voll
von lauter Liebe,
das Glück, angstvoll,
bei uns so gerne bliebe.
So unruhvoll
von lauter Liebe,
so sinnlos grauenvoll,
wenn sie ausbliebe.
So ahnungsvoll
wie Herzensdiebe,
liebesvoll, liebestoll,
nur dich ich liebe.
So jammervoll
das Glück zerriebe,
wenn zweifelvoll
die Liebe nicht bliebe.
Montag, 4. Oktober 2010
Ich liebe Dich
Ich liebe Dich,
nach all dieser Zeit
liebe ich Dich.
Ich vermisse Dich,
von uns zu weit
vermisse ich Dich.
Ich sehne Dich,
für dich bereit
sehne ich Dich.
Ich denke Dich,
zu jeder Zeit
denke ich Dich.
Ich lebe Dich,
in mir zu zweit
lebe ich Dich.
Ich liebe Dich,
in Ewigkeit
liebe ich Dich.
nach all dieser Zeit
liebe ich Dich.
Ich vermisse Dich,
von uns zu weit
vermisse ich Dich.
Ich sehne Dich,
für dich bereit
sehne ich Dich.
Ich denke Dich,
zu jeder Zeit
denke ich Dich.
Ich lebe Dich,
in mir zu zweit
lebe ich Dich.
Ich liebe Dich,
in Ewigkeit
liebe ich Dich.
ewig nah
ich sehe dich noch so,
wie ich dich gesehen habe
als wir uns nah waren.
in meinen gedanken
sind wir immer noch
ausdruck einiger nähe.
werde ich dich noch erkennen,
wenn ich zu dir komme?
werden wir uns wirklich
einig nah sein?
oder werde ich
in deiner nähe
fern sein,
dich in der
nähe des anderen sehen?
ich fürchte mich, frage mich,
ob wir uns wiedersehen,
oder für immer verabschieden.
wie ich dich gesehen habe
als wir uns nah waren.
in meinen gedanken
sind wir immer noch
ausdruck einiger nähe.
werde ich dich noch erkennen,
wenn ich zu dir komme?
werden wir uns wirklich
einig nah sein?
oder werde ich
in deiner nähe
fern sein,
dich in der
nähe des anderen sehen?
ich fürchte mich, frage mich,
ob wir uns wiedersehen,
oder für immer verabschieden.
Donnerstag, 30. September 2010
Zwei Leben
Zwei Leben in zwei Welten,
und nirgends ein Zuhaus,
es müsste anderes gelten,
so fällt das Leben aus.
Im Leben um mich rum,
in dem wir sichtbar leben,
bleibt vieles leer und dumm,
kann keinen Sinn ergeben.
Das Leben in Gedanken,
das widme ich ganz Dir,
weil dort noch Rosen ranken,
und ich dich nicht verlier.
und nirgends ein Zuhaus,
es müsste anderes gelten,
so fällt das Leben aus.
Im Leben um mich rum,
in dem wir sichtbar leben,
bleibt vieles leer und dumm,
kann keinen Sinn ergeben.
Das Leben in Gedanken,
das widme ich ganz Dir,
weil dort noch Rosen ranken,
und ich dich nicht verlier.
Mittwoch, 29. September 2010
Trost
Ich würde mich gerne
in deine Hände legen,
in deiner Wärme
Hoffnung hegen.
In dieser Zeit
bist du zu weit.
in deine Hände legen,
in deiner Wärme
Hoffnung hegen.
In dieser Zeit
bist du zu weit.
Todesstoß
Erbarmungslos reißt Du,
Gevatter Tod,
die Freundin aus unserem Leben.
Kannst du ihr nicht
die Zeit geben,
um ihren einen Traum
zu leben?
Du lässt nicht los,
und stößt uns an,
unseren Traum zu leben,
als Denkanstoß?
Dies Opfer ist zu groß...
Gevatter Tod,
die Freundin aus unserem Leben.
Kannst du ihr nicht
die Zeit geben,
um ihren einen Traum
zu leben?
Du lässt nicht los,
und stößt uns an,
unseren Traum zu leben,
als Denkanstoß?
Dies Opfer ist zu groß...
Donnerstag, 23. September 2010
Fragen
Weshalb bleibt diese Liebe,
diese Sehnsucht,
bei mir?
Ich weiß doch,
dass dein Herz nicht
mehr mir gehört.
Weshalb lass ich nicht los,
lass die Hoffnung nicht fahren?
Weshalb liebe ich
dich jeden Tag
schmerzvoller?
diese Sehnsucht,
bei mir?
Ich weiß doch,
dass dein Herz nicht
mehr mir gehört.
Weshalb lass ich nicht los,
lass die Hoffnung nicht fahren?
Weshalb liebe ich
dich jeden Tag
schmerzvoller?
Sommernebel
Die letzten sommerlichen Tage
tragen den Nebel herein,
und in den längeren Nächten
bin ich länger allein.
Dein Reden verkürzt sich
wie die Tage des Sommers,
und das Schweigen
hüllt mich ein wie der Nebel,
verdunkelt mein Sein.
tragen den Nebel herein,
und in den längeren Nächten
bin ich länger allein.
Dein Reden verkürzt sich
wie die Tage des Sommers,
und das Schweigen
hüllt mich ein wie der Nebel,
verdunkelt mein Sein.
Mittwoch, 22. September 2010
Angst
Dein Schweigen umhüllt mich
und füllt mich mit Angst.
Ich verstehe jedes Wort
deines Schweigens,
es erzählt von deiner Angst.
und füllt mich mit Angst.
Ich verstehe jedes Wort
deines Schweigens,
es erzählt von deiner Angst.
Montag, 20. September 2010
Herbstwind
Herbstlich fegt der Wind
ins Laub der Bäume,
und auf den Wellen tanzen
krönend weiße Schäume.
Ich stemm mich gegen
den Wind hier am Meer,
mag das Ufer auch beben,
genau so mag ich es sehr.
Kein Sturm wirft mich um,
und die Sehnsucht nach dir
heult um mich herum,
mehr als der Wind am Meer bei mir.
ins Laub der Bäume,
und auf den Wellen tanzen
krönend weiße Schäume.
Ich stemm mich gegen
den Wind hier am Meer,
mag das Ufer auch beben,
genau so mag ich es sehr.
Kein Sturm wirft mich um,
und die Sehnsucht nach dir
heult um mich herum,
mehr als der Wind am Meer bei mir.
Donnerstag, 16. September 2010
Sprachlos
Der harte Klang deiner Stimme
erzählt von Angst,
deine wenigen Worte wirken,
wie Schleier über Wachsfiguren
verhüllen sie täuschende
Ähnlichkeiten.
Der Blick deiner Augen
würde anderes erzählen,
ohne Worte fielen klare Worte,
und fester Ausdruck
würde dich und mich
enthüllen.
erzählt von Angst,
deine wenigen Worte wirken,
wie Schleier über Wachsfiguren
verhüllen sie täuschende
Ähnlichkeiten.
Der Blick deiner Augen
würde anderes erzählen,
ohne Worte fielen klare Worte,
und fester Ausdruck
würde dich und mich
enthüllen.
Mittwoch, 15. September 2010
Freunde
Nun, meine Freunde, seid ihr fort, zurück auf der Insel, die euch keine Heimat mehr ist, der Duft des Kaffees am Morgen und der Rauch der letzten Zigaretten hängt noch in der Luft. Viele Jahre begleitet ihr mich schon, und wirklich in guten und schlechten Tagen. Mein neues Heim habt ihr als euer Heim gesehen, ihr habt gespürt, dass es ganz ich bin, dass es zu mir passt. Und weil ich so passend dort zuhause bin, fühlt auch ihr euch wohl, ja, ihr sagtet, ihr würdet gern sofort dort einziehen. Es sind manchmal lange Zeiträume, in denen wir uns nicht sehen, aber es gibt niemals Distanz, kein Entfremden mit euch. Ich empfinde tiefe Freundschaft und ich bin immer erneut erstaunt, wie vielfältig unser Zusammensein ist, immer wieder neu, immer wieder spannend und immer wieder vertraut. Bei euch kann ich sein, wie ich bin, ich spiele kein Schauspiel. Ich darf traurig sein, ohne dass es euch unangenehm wird, ich darf voller Pläne euphorisch sein und ihr rückt sie zurecht, bis sie passend und wahr werden. Ich liebe es mit euch uralte, rare Musik zu hören, so wie gestern, als wir Albert Collins und Poppa Chubby ausgruben. Und ich mag es, wenn wir im strömenden Regen einen Windfang auf meinen Schornstein montieren, während der Wind an der Leiter zerrt. Ich danke euch, ihr tut mir gut, und ich freu mich auf ein Wiedersehen und viel Zeit mit euch.
Dienstag, 14. September 2010
Hohe Zeit
Wir wissen,
dass wir uns fehlen,
doch fehlte
unserem Wissen bisher
der Mut.
Wir wissen,
dass wir uns lieben,
doch fehlte
unserer Liebe bisher
die Nähe.
Wir wissen,
uns beiden verrinnt die Zeit,
doch sind wir beide
jetzt wirklich bereit?
Ich weiß jetzt,
es ist hohe Zeit,
zum Lieben,
zum Leben,
für uns.
dass wir uns fehlen,
doch fehlte
unserem Wissen bisher
der Mut.
Wir wissen,
dass wir uns lieben,
doch fehlte
unserer Liebe bisher
die Nähe.
Wir wissen,
uns beiden verrinnt die Zeit,
doch sind wir beide
jetzt wirklich bereit?
Ich weiß jetzt,
es ist hohe Zeit,
zum Lieben,
zum Leben,
für uns.
Montag, 13. September 2010
Umkehr
Sobald ich mich
selbst gefunden habe,
suche ich mich in Dir.
Der umgekehrte Weg
führte mich nur
fort von mir.
selbst gefunden habe,
suche ich mich in Dir.
Der umgekehrte Weg
führte mich nur
fort von mir.
In mir
Seit ich zum ersten Mal
wirklich allein bin,
Tag und Nacht
mit mir allein,
weiß ich,
ich werde niemals einsam sein.
Bei Tag und bei Nacht,
wirst du in mir
bei mir sein.
wirklich allein bin,
Tag und Nacht
mit mir allein,
weiß ich,
ich werde niemals einsam sein.
Bei Tag und bei Nacht,
wirst du in mir
bei mir sein.
Mittwoch, 8. September 2010
Grüße vom Meer
Ich lege dir Grüße in den Sand,
der regennass das Meer küsst,
sie gleiten sanft aus meiner Hand.
Wenn ich nur wüsst,
ob sie mit der Flut
ins Meer gelangen,
wo sonnenwarm der Dunst sie trägt,
bis sie in Wolken hangen.
Der Südwind bis zu dir sie treibt,
wo dann an Hügels Spitzen
die Wolke sich antreibt
dein Land auch nass zu spritzen.
Dort sollte sich der Regen,
direkt in dein Gesicht,
salzig auf Lippen legen,
es wird mein Grüßen sein.
Dienstag, 7. September 2010
immer noch
immer noch und immer mehr
fall ich haltlos um,
ohne gleichgewicht.
immer noch und immer mehr
fehlt um mich herum
dein gesicht.
immer noch und immer mehr
fehlt mir zum individuum
gegengewicht.
immer noch und immer mehr
fällt meine seele um,
sie trägt sich nicht,
ohne dich.
Montag, 6. September 2010
Wissend
Ich weiß nichts mehr von dir,
nicht mehr, wie du lebst,
nicht mehr wie du liebst,
nicht was du hörst oder liest,
nicht was dir schmeckt,
schon gar nicht, was dich tief bewegt.
Und doch weiß ich noch alles
über dich,
weil meine Liebe kein Wissen
und keine Zeit braucht,
um wirklich wissend zu sein.
Quelle
Deine Worte versiegen
wie ein Fluss ohne Quelle,
und die wenigen Worte
lese ich zu schnell,
doch wenn das letzte
Wort aus deiner Quelle
auch Ende wäre,
so würde mein Herz
doch vor all der Liebe
hinter deinem Wort
überquellen.
wie ein Fluss ohne Quelle,
und die wenigen Worte
lese ich zu schnell,
doch wenn das letzte
Wort aus deiner Quelle
auch Ende wäre,
so würde mein Herz
doch vor all der Liebe
hinter deinem Wort
überquellen.
Dienstag, 31. August 2010
Lee
Die ersten Stürme
peitschen die See.
Wellen schlagen
brechend die Muscheln
zu Sand.
Meine Elfenbeintürme
neigen sich nach Lee,
Gedanken wagen
zögernd zum Tuscheln
den Wortverband.
Die alten Synonyme
starten das Defilee,
erzeugen Mißbehagen
in meinem Land.
Das alte Ungestüme
wirft mich nach Lee,
im Unbehagen
fehlt deine Hand.
peitschen die See.
Wellen schlagen
brechend die Muscheln
zu Sand.
Meine Elfenbeintürme
neigen sich nach Lee,
Gedanken wagen
zögernd zum Tuscheln
den Wortverband.
Die alten Synonyme
starten das Defilee,
erzeugen Mißbehagen
in meinem Land.
Das alte Ungestüme
wirft mich nach Lee,
im Unbehagen
fehlt deine Hand.
Montag, 30. August 2010
Erwiderung
Der prasselnde Regen
verhindert Regung,
das Sofa, eine Decke,
ein Buch sind Lösung.
Die quälende Sehnsucht
bewirkt Deckung,
nichts neues wecke,
keine Erlösung.
Neue Liebe zu leben,
verhindert die Erinnerung,
die Liebe zu Dir
wartet auf Erwiderung.
verhindert Regung,
das Sofa, eine Decke,
ein Buch sind Lösung.
Die quälende Sehnsucht
bewirkt Deckung,
nichts neues wecke,
keine Erlösung.
Neue Liebe zu leben,
verhindert die Erinnerung,
die Liebe zu Dir
wartet auf Erwiderung.
Freitag, 27. August 2010
Freitag im Regen
Der Regen prasselt an meine Fensterscheibe, und ich denke an das vor mir liegende Wochenende. Ich habe mir so sehr Sonne gewünscht, um meinen alten Zigeunerwagen neu zu streichen, dieses hölzerne Gefährt voller Geschichten, das immer mehr von einem Gefährt zu einem Gefährten wird. Der Blick aus den Fenstern geht dort aufs Wasser, von zwei Seiten umgeben steht das alte Roulotte am Ufer. Gestern habe ich am Ufer Brombeeren gesammelt, und am Abend Marmelade gekocht. Die Süße der Brombeeren schmeckt nach Sonne, und vielleicht schmecke ich diese Sonne auch in den kalten Tagen des Winters. Falls es am Wochenende so weiter regnet, werde ich meine Gitarre nehmen und endlich wieder spielen und singen, vielleicht etwas neues komponieren. Ich würde gern mein Klavier in den Zigeunerwagen stellen, aber dafür muss ich den Boden abstützen...ich sollte es einfach tun. Ich treibe viel zu sehr durch die Zeit, ich nehme einfach zu wenig wahr. Mein Leben ist von außen betrachtet, bunt und vielfältig, doch von Innen erscheint es blass und diesig. Ich spiele Theater, sehr gern, und ich spiele in einem Stück, dass völlig absurd ist, in bester Monty Python Manier. Doch selbst dort, wo alles nur noch lacht, ist dieser Schleier. Ich suche mich immer noch, nein, ich sehne mich immer noch nach einem Glück zurück, dass ich erleben durfte, und dessen Größe ich zu spät erkannt habe. Nun ist kein Dialog, kein Gemälde, kein Lied, kein Gedicht, keine Landschaft und kein Moment wirklich so groß, dass er mich erfüllt, bewegt, es ist immer etwas weniger. Sehnsucht, Trauer, sie liegen wie ein Nebel überall. Ich muss selbst diesen Schleier lüften, mich hin zu mir bewegen.
Augenblicke
Das Leuchten unserer Augen,
dieser Ausdruck von Glück,
ließ die Menschen,
denen wir begegneten,
lächeln.
Die Dunkelheit meiner Augen,
dieser Ausdruck von Unglück,
lässt er die Menschen,
denen ich begegne,
weinen?
dieser Ausdruck von Glück,
ließ die Menschen,
denen wir begegneten,
lächeln.
Die Dunkelheit meiner Augen,
dieser Ausdruck von Unglück,
lässt er die Menschen,
denen ich begegne,
weinen?
Donnerstag, 26. August 2010
Die Einladung
Es interessiert mich nicht, womit Du Deinen Lebensunterhalt verdienst.
Ich möchte wissen, wonach Du innerlich schreist und ob Du zu träumen wagst, der Sehnsucht Deines Herzens zu begegnen.
Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist.
Ich will wissen, ob Du es riskierst, wie ein Narr auszusehen, um Deiner Liebe willen, um Deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins.
Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu Deinem Mond stehen. Ich will wissen, ob Du den tiefsten Punkt Deines eigenen Leides berührt hast, ob Du geöffnet worden bist von all dem Verrat, oder ob Du zusammengezogen und verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual.
Ich will wissen ob Du mit dem Schmerz - meinem und Deinem - dasitzen kannst, ohne zu versuchen, ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen.
Ich will wissen ob Du mit Freude - meiner und Deiner - dasitzen kannst, ob Du mit Wildheit tanzen und Dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst, von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen, zur Vernunft oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken.
Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du erzählst, wahr ist. Ich will wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um Dir selber treu zu sein. Ob Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht Deine eigene Seele verrätst.
Ich will wissen, ob Du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig.
Ich will wissen, ob Du die Schönheit sehen kannst, auch, wenn es nicht jeden Tag schön ist.
Ich will wissen, ob Du mit dem Scheitern - meinem und Deinem - leben kannst und trotzdem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmonds rufst: "Ja!"
Es interessiert mich nicht zu erfahren, wo Du lebst und wie viel Geld Du hast. Ich will wissen, ob Du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und Verzweiflung, erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust, was für die Kinder getan werden muss.
Es interessiert mich nicht, wer Du bist und wie Du hergekommen bist. Ich will wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurückschreckst.
Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem Du gelernt hast. Ich will wissen, was Dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt.
Ich will wissen, ob Du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gern mit Dir zusammen bist.
(Oriah Mountain Dreamer, kanadische Schrifstellerin)
Fragen
Ob wir uns wiedersehen,
hast du oft gefragt
und zweifelnd verneint.
Wenn wir uns wiedersehen,
habe ich mich oft gefragt,
wirst du mich anders sehen?
Falls wir uns wiedersehen,
wie wird es sein
mit dir und mir und ihm?
Wenn wir uns nicht wiedersehen
haben wir für immer versagt
und die Liebe verneint.
Falls wir uns nicht wiedersehen
wird nichts mehr liebenswert sein,
für dich, für mich, für ihn.
Seien wir ehrlich,
alles ohne uns
ist ohne
dich und mich.
suche
es fällt mir schwer mich
ohne dich zu finden,
und je mehr ich mich suche,
desto mehr fehlst du.
ich bin ein denker ohne resonanz,
ein wanderer auf einem bein,
ich bin ein sänger ohne harmonie,
ein dichter ohne worte,
ein lebender ohne leben,
ein liebender, mit dir,
und doch ohne dich.
ohne dich zu finden,
und je mehr ich mich suche,
desto mehr fehlst du.
ich bin ein denker ohne resonanz,
ein wanderer auf einem bein,
ich bin ein sänger ohne harmonie,
ein dichter ohne worte,
ein lebender ohne leben,
ein liebender, mit dir,
und doch ohne dich.
Verlorene Zeit
Der fehlende Blick in deine Augen
macht die Seele hart,
den Blick oberflächlicher,
die fehlenden Worte und Gedanken
machen mich leise und stumm.
Das Wissen um deine Liebe
lässt mein Herz noch schlagen,
doch ohne Takt.
Die Sehnsucht in mir weiß
von unserer Liebe,
von einiger Seele,
von tiefen Blicken,
vom Reden und Denken,
vom Gleichklang und Takt,
und sie zählt jede Sekunde
ohne dich als verlorene Zeit.
Dienstag, 24. August 2010
zum tod von christoph schlingensief
dein tod traf tief,
schlingensief,
aus seiner schlinge
gab es doch kein entrinnen.
deine schlingen fingen oft,
die allzu standfesten,
und manch strauchelnder rief
im fallen deinen tod herbei.
du hast produziert, verziert,
provoziert, verunziert,
sichere verunsichert
und unsichere versichert.
dein tod trifft tief,
herr schlingensief,
und ich wünsch dir neuss,
zadek und beuys.
vielleicht stoßt ihr nun
die allzu standfesten
engel oder teufel
in eure schlingen.
der tod dich rief,
die lücke tief,
herr schlingensief.
schlingensief,
aus seiner schlinge
gab es doch kein entrinnen.
deine schlingen fingen oft,
die allzu standfesten,
und manch strauchelnder rief
im fallen deinen tod herbei.
du hast produziert, verziert,
provoziert, verunziert,
sichere verunsichert
und unsichere versichert.
dein tod trifft tief,
herr schlingensief,
und ich wünsch dir neuss,
zadek und beuys.
vielleicht stoßt ihr nun
die allzu standfesten
engel oder teufel
in eure schlingen.
der tod dich rief,
die lücke tief,
herr schlingensief.
Calla...meine Lieblingsblumen
![]() |
| Calla, alle Rechte Mirjam Voigt, Schwerinhttp://www.mirjam-voigt.de/ |
in meinen gedanken
in meinen gedanken sind wir
die ganz große liebe,
jedes wort von dir gibt mir
diese gewissheit.
in der realität ist die gewissheit,
dass die ganz große liebe
und jedes wort von dir
nicht mir gewiss sind.
die ganz große liebe,
jedes wort von dir gibt mir
diese gewissheit.
in der realität ist die gewissheit,
dass die ganz große liebe
und jedes wort von dir
nicht mir gewiss sind.
liebe worte
ich lese deine worte
und meine seele zittert.
jedes wort nehme ich auf
und es ist,
als ob du meine gedanken
aussprichst,
und das wissen um dich,
dass du mir aus und in
die seele sprichst,
macht mich froh.
auch leise trauer
durchdringt mich,
weil deine worte so gut
zu mir passen würden,
und ich wünsche mir dann,
es wären deine worte
für mich.
und meine seele zittert.
jedes wort nehme ich auf
und es ist,
als ob du meine gedanken
aussprichst,
und das wissen um dich,
dass du mir aus und in
die seele sprichst,
macht mich froh.
auch leise trauer
durchdringt mich,
weil deine worte so gut
zu mir passen würden,
und ich wünsche mir dann,
es wären deine worte
für mich.
Freitag, 20. August 2010
hoffentlich
hoffenlich vermisst du nichts
von mir in ihm,
und hoffentlich entdeckst du
nichts von mir in ihm,
und hoffentlich vergesse ich
nichts von dir
in mir.
von mir in ihm,
und hoffentlich entdeckst du
nichts von mir in ihm,
und hoffentlich vergesse ich
nichts von dir
in mir.
Donnerstag, 19. August 2010
Zuhause
Ich sehe dich dich nicht mehr
von Angesicht zu Angesicht,
ich höre dich nicht mehr
Mund an Ohr.
Und doch sehe ich dich deutlich
mehr und mehr,
und ganz nah höre ich dich
im Innenohr.
Und immer mehr liebe ich dich
in meinem Selbst,
und in meinem Haus
sind unsere Seelen eins.
Einladung
Es gibt Zeiten,
in denen ich mich auflöse,
in denen ich mich aufräume
und am Ende ausräume,
weil der Platz nicht ausreicht
für all das Du in mir.
Ein Schloss will ich dir sein,
die Welt will ich dir sein,
komm rein, zu mir,
und bleib hier.
Nähe
die warme hand, die aufhalf,
als ich mutlos am boden lag,
das an mich schmiegen zum wärmen,
der atemhauch zum luftholen,
ein tritt zum aufstehen, der notwendig war,
kein „ich denk an dich“,
sondern ein stehen und liegen lassen.
nun steht sie an meiner seite
immer noch steh ich kraftlos und fröstelnd
und meine gedanken sehnen sich zurück
zu dem moment des beinahe sterbens,
und diesmal bist du es,
die mir nähe und wärme gibt.
Dienstag, 17. August 2010
dein liebesbrief
jetzt sitze ich hier und die tränen
rinnen mir übers gesicht,
die worte deines liebesbriefes
brechen alle planken
des maroden rumpfes
meines seelenschiffes
und das wasser der einsamkeit
strömt durch die leeren laderäume,
und die wogen der sehnsucht schlagen
den rumpf in stücke,
die segel hängen in fetzen,
und doch habe ich keine angst,
weil ich weiß, dass ich auch
schwimmend und treibend zu dir
kommen werde,
denn meine liebe ist
mein schiff, das mich ganz und gar trägt,
zu dir nur, zu dir.
rinnen mir übers gesicht,
die worte deines liebesbriefes
brechen alle planken
des maroden rumpfes
meines seelenschiffes
und das wasser der einsamkeit
strömt durch die leeren laderäume,
und die wogen der sehnsucht schlagen
den rumpf in stücke,
die segel hängen in fetzen,
und doch habe ich keine angst,
weil ich weiß, dass ich auch
schwimmend und treibend zu dir
kommen werde,
denn meine liebe ist
mein schiff, das mich ganz und gar trägt,
zu dir nur, zu dir.
Heavy Metal Pet
Auch Metalheads haben Haustiere, stilgerecht und gerüstet ziehen sie mit ihren Lieblingen über das Festivalgelände von Wacken, ein wenig Zuneigung in der harten Welt suchend.
Das Wacken Open Air 2010 war hervorragend, das Lineup war bunt gemischt, von 70er Oldschool bis zu aktuellem Hardcoremetal war alles vertreten. Für richtig gute Laune sorgten auf der viel zu kleinen WetStage die Punkbands, allen voran die Kassierer und die Broilers, frech und unangezogen ließen sie die Menge toben. Die Stimmung auf dem Festival war friedlich und ausgelassen. Die Karten für das Jahr 2011 sind bestellt, ich freu mich auf all die Verrückten. Bestellungen für unseren Friesenmet nehmen wir vom Rockstaat Ostfriesland gern entgegen.
Labels: Gedichte
Betrachtungen,
Fotografie
Kraftlos
![]() |
| Zertörte Innenstadt, Emden, September 1944 |
kraftlos
mit zerschmetterter seele
und blutendem herzen
liege ich vor dir.
ich habe keine kraft mehr
mich in deine arme zu legen
und ich glaube, in deinem
angesicht zu sterben.
der schmerz, das herz,
das fehlen der seelen,
und keine kraft,
die es schafft.
kein weg,
bei dir ruhe zu finden.
Venedig
Jetzt bist du in Venedig,
und ich sehe dich
durch abgelegene Gassen gehen,
staunend vor der Architektur
und dem Geist der Stadt.
Ich sehe dich auf Brücken stehen,
und der langsame Fluss der Lagune
lässt dich traurig werden.
Liebespaare schlendern Arm in Arm,
oder sie fahren eng umschlungen in Gondeln.
Vielleicht versuchst du ein kleines Lokal zu finden,
in dem es Tomaten, Zuccini und Brot gibt,
weil die Köchin krank geworden ist.
Sicher gibt es jetzt irgendwo Weinranken mit reifen Trauben,
doch du stehst vor den reifen Früchten
und isst stumm deine Rosinen.
Ich sehe dich und deine Augen,
in deren Strahlen sich die Stadt spiegeln sollte,
doch alles ist grau und leer,
es fehlt die Farbe, es fehlt die Stimmung,
die Stadt wirkt, als habe man ihr alle Farben entzogen.
Vielleicht ist das Bild nur ein Abbild meiner Seele,
doch deiner Stimme am Telefon fehlten alle Farben,
die ich an dir kannte und liebte.
Wir lieben beide Malerei und Kunst,
wir lieben beide Literatur und Musik,
und wir wissen beide,
dass uns seit langem die Farben fehlen,
die uns staunen ließen, die uns ehrfürchtig machten,
die uns zusammen erfreuten.
Venedig, eine graue Stadt, ich möchte sie
noch einmal in den alten Farben erleben,
in den Farben unserer Liebe.
Ich fühle mich wie nach dem Besuch
der Grauen Männer,
und ich sehne mich nach Dir,
meinen Farben, meiner Stimme,
meiner Liebe.
Montag, 16. August 2010
Veränderung
Langsam schälen sich die Häute,
wie bei einer Zwiebel,
und immer neue Farbe und Formen
kommen zum Vorschein.
Geliebt habe ich dich schon vor der Häutung,
nun muss ich mich täglich neu an dich gewöhnen.
Zeit für Dich
Wenn die Liebe
die Farben auflöst
zu Farblosigkeit,
Gefühle erdrückt
zu Freudlosigkeit
und Pläne zerstößt
zu Planlosigkeit,
ist es höchste Zeit
für dich.
Der See
Ich habe mein Herz vor langer Zeit
in einen See geworfen.
Es schlägt dort
laut und deutlich,
und sein Pochen
verursacht Schwingungen,
die wiederum kleine Wellen
auf der Oberfläche bilden,
in denen sich das Sonnenlicht bricht,
und auf den Wellen tanzen
feine Nebelschwaden Richtung Ufer,
an denen Kinder ihre Steine
auf den Wellen hüpfen lassen,
und Liebespaare träumen
an einsamem Ufer von der Liebe,
sie wünschen sich seine Ewigkeit,
seine Tiefe, seine Vielfalt,
seine Geheimnisse, sein Wissen, seine Kraft,
und doch ahnen sie,
dass er unerreichbar ist...
denn der See ist die Liebe,
und die Wellen sind die Küsse,
die vom Herzen kommen,
und die Tiefe ist der ewige Weg,
den ich mit meiner Liebe
für dich gehen werde.
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